Jedes Kind sollte schwimmen lernen

Wasser übt auf Kinder eine magische Anziehungskraft aus. Dies gilt auch schon für die Kleinsten, welche vor allem durch spiegelnde Wasseroberflächen, Fische, Frösche oder andere Bewegungen im und am Wasser angezogen werden. Doch hierbei besteht für Kinder auch eine große Gefahr.
Bei Kindern unter 5 Jahren zählt ertrinken zudem zu den häufigsten Todesursachen. Die Gründe hierfür liegen in verschiedenen Dingen. Zum einen stellt gerade bei kleinen Kindern der Kopf den Schwerpunkt des Körpers dar, weshalb dieser nicht selbständig aus dem Wasser gezogen werden kann, wenn ein Kind hineinfällt. Wichtig ist deshalb zu wissen, dass vor allem Kleinkinder auch in Wasserpfützen oder der eigenen Badewanne ertrinken können. 
Zudem schlagen Kinder nicht wie Erwachsene um sich, wenn sie im Wasser untergehen, sondern sinken einfach lautlos zum Grund. Dies geschieht auch deshalb, weil sie unter Wasser die Orientierung verlieren. Erst ab einem Alter von etwa fünf Jahren können sich Kinder auf Grund ihrer körperlichen Entwicklung auch unter Wasser orientieren. Diese Fähigkeit muss allerdings auch trainiert werden.
Um Unfälle zu vermeiden, ist es deshalb wichtig, Kleinkinder nicht unbeaufsichtigt am Wasser spielen zu lassen. Auch Schwimmflügel oder Ringe bieten keinen Schutz. Sie erleichtern den Kindern lediglich, sich an die veränderten Schwerkraft-Verhältnisse im Wasser zu gewöhnen, und sich im kühlen Nass zurecht zu finden.
So früh wie möglich sollten Eltern deshalb dafür sorgen, dass Kinder schwimmen lernen. Dies kann auf verschiedensten Wegen geschehen. So ist es durchaus möglich, dass die Eltern ihren Kindern diese Fertigkeit selbst beibringen. Aber auch ein Schwimmkurs zusammen mit Gleichaltrigen ist eine gute Lösung. Dieser bietet zudem den Vorteil, dass er meist von erfahrenen Schwimmlehrern angeboten wird, die genau wissen, wozu Kinder in einer bestimmten Altersgruppe tatsächlich in der Lage sind, und welche Dinge auf Grund der körperlichen Entwicklung noch nicht möglich sind. Auch enden Kinderschwimmkurse meist mit dem ersten Schwimmabzeichen, dem Seepferdchen, was für viele Kinder einen zusätzlichen Anreiz darstellt.
Doch der erste Schwimmkurs und die dabei erlernten Schwimmkenntnisse bieten noch lange keine ausreichende Sicherheit im Wasser. Auch danach ist es wichtig, Kinder im Wasser jederzeit im Auge zu behalten, um im Notfall eingreifen zu können.
Tatsächlich als Wassersicher gelten Kinder nach Ansicht der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft dann, wenn sie es schaffen, sich 25 Minuten im Wasser aufzuhalten, ohne Halt suchen zu müssen, und auch dann nicht anhalten müssen, wenn sie beim schwimmen versehentlich Wasser schlucken. Vorher sollten Eltern ihre Kinder nicht ohne Aufsicht ins Wasser lassen, da diese im schlimmsten Fall erschrecken und trotz erster Kenntnisse der Schwimmbewegungen ertrinken könnten.

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 4. August 2009 um 20:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter Bewegung, Ernährung, Freizeit, Spass und Spiel abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
10 Reaktionen zu “Jedes Kind sollte schwimmen lernen”
  1. Kinder sinken einfach lautlos zum Grund. RICHTIG. So ist es.

  2. [...] Jedes Kind sollte schwimmen lernen *link* [...]

  3. Ab welchem Alter kann man mit dem Kind in den Schwimmkurs gehen?
    Ich habe meinem 20 Monate alten Kind schon versucht beizubringen, wie man mit den Füssen paddelt. Meine Anweisungen interessieren ihn aber scheinbar nicht ;-)

  4. @Lizzy: Ich denke das bist du noch viel zu früh dran. In diesem Alter kann man mit den Kinder zwar den Umgan mit dem Wasser lernen, aber Schwimmen denke ich ist noch zu früh ;-)

  5. [...] vorhanden, die hilfreiche Informationen liefern (z. B. PEKiP – Babys spielerisch fördern, Jedes Kind sollte schwimmen lernen, Welcher Kindergarten ist der Beste? – Kindergarten im Test u. v. [...]

  6. Ja, das berichten viele, dass die Kinder wie Steine im Wasser verschwinden. Und auch ein nur kurzes Abtauchen kann lebensgefährlich sein, selbst wenn die Eltern daneben stehen und zugreifen können. Mütter und Väter, die das erlebt haben, würden nie wieder so unvorsichtig sein. Schade, dass nicht alle so sensibilisiert sind. Gut, finde ich auch die Hinweise, wenn das Kind schon etwas schwimmen kann-auch dann sollte man nicht zu leichtsinnig sein. Aus meiner Schwimmenlernzeit weiß ich, wie schnell einen die Kräfte auf scheinbar kurzen Strecken verlassen können. LG Kaddi

  7. @Kaddi: Dann werde ich nächstes Mal im Schwimmbad extra-vorsichtig sein.

    Erschreckend finde ich es, dass viele Eltern sich weigern den ganz Kleinen Schwimmflügel anzuziehen. Mein Mann hat mal ein Elternpaar beobachtet, das sich wegen der Schwimmflügelpflicht lauthals an der Kasse beschwert hat. Das würde ja den natürlichen Schwimmfluß behindern! Was auch immer das sein soll.

    Außerdem hätten sie als Eltern ja selbst zu entscheiden was ihr Kind trägt.

    Bloss weil die Leute selbst entscheiden, dass sie ihr Kind gefährden wollen, muss das Schwimmbad da ja nicht mitmachen… Finde ich jedenfalls ;-)

  8. Schwimmflügelpflicht? Echt? Das hab ich auch noch nicht gehört. Die sind ja auch nicht unumstritten… klugscheißeroff. Weil sie eben doch mal von den Armen rutschen können. Am besten sollen die Schwimmwesten sein. Damit kann man dann auch einen natürlichen Schwimmfluß haben… hihi…
    LG Kaddi

  9. @Kaddi: Wir haben Neopren-Schwimmflügel gekauft, die angeblich nicht abrutschen, weil sie innen nochmal eine Manschette mit Klettverschluss haben. Das glaube ich auch, da es manchmal echt schwer ist, die Dinger wieder von den Armen zu kriegen. Sonst hätten wir wohl auch eine Schwimmweste gekauft.^^

  10. Ich hab grad noch was gefunden auf dem Baby Blog. Würd ich gern verlinken. Markus Niesen schreibt immer sehr gut, wie ich finde und dieses mal über Schwimmwesten: http://www.baby-blog.de/index.php/2007/08/11/konfidence_schwimmhilfe#c7540 LG Kaddi

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