Kinderwagen – Die Qual der Wahl

Der Kinderwagen ist ein Teil der Ausstattung, welches wirklich alle Eltern brauchen. Das war auch mir schnell klar, als ich erfahren habe, dass ich schwanger bin, obwohl ich den Listen, die ich vom Arzt so bekommen habe, ansonsten eigentlich eher skeptisch gegenüber gestanden bin.
Einige Sachen braucht man da nämlich nicht wirklich, andere ganz sicher nicht gleich nach der Geburt oder in völlig anderer Form. Aus diesem Grund landeten die Checklisten auch erst mal lange Zeit einfach in einer Ecke, und wurden nicht weiter beachtet. Doch der Kinderwagen, der war mir wirklich wichtig.
Ich bin deshalb schon in den ersten Schwangerschaftsmonaten in verschiedene Geschäfte gegangen und habe mir die unterschiedlichen Wägen angesehen, um erst einmal einen Überblick zu gewinnen. Das war aber gar nicht so einfach. Was mir gefällt, wusste ich zwar wie immer ziemlich schnell, aber die Optik sollte in dem Fall ja nicht alleine entscheiden.
So habe ich dann die Listen und Ratgeber doch noch einmal aus ihrer Ecke geholt, und allerlei hilfreiches erfahren. Zuerst einmal ist natürlich wichtig, was gut für das Kleine ist. Zumindest in dem Bereich sind sich auch alle Experten einig. Wichtig ist dabei eine möglichst große und natürlich gerade Liegefläche, die gut gepolstert ist. Keinesfalls sollten Säuglinge schon sitzen, auch dann nicht, wenn sie nur leicht aufrecht liegen würden. Das ist nicht gut für die kleine Wirbelsäule und die noch sehr schwachen Muskeln.
Große Räder sind, so habe ich erfahren, ebenfalls ein Plus, welches einen guten Kinderwagen ausmacht. Er lässt sich so auch bei Winterwetter und Schnee noch gut schieben, während kleine Räder oft schon auf Kopfsteinpflaster blockieren. Dass diese Aussage ebenso richtig ist, habe ich zwei Jahre später mit dem ersten Buggy im Selbstversuch ebenfalls bewiesen. Wählt man einen Kinderwagen, so wie ich, dessen Vorderräder beweglich sind, dann ist es deshalb auch ein großer Vorteil, wenn diese fest gestellt werden können. Auch das vereinfacht das Schieben im Winter oder auf Feldwegen sehr.
Doch spätestens an diesem Punkt gehen die Meinungen weit auseinander, und jeder muss ich selbst überlegen, was er sonst noch von seinem Kinderwagen erwartet. Für sportliche Eltern ist sicher ein Jogger eine gute Wahl, da dieser viele Aktivitäten mitmacht und unterstützt, die ein herkömmlicher Kinderwagen deutlich erschweren würde. Dank der meist angebauten Handbremse lässt sich damit beispielsweise sehr entspannt der eine oder andere Inline-Skates Ausflug genießen. Aber Jogger haben auch den ein oder anderen Nachteil. Mir wurde damals gesagt, diese Wägen würden leichter kippen und mehr Platz im Auto benötigen. Ob das so stimmt, weis ich selbst allerdings nicht. Da mit meinem Kinderwagen auch Oma öfter unterwegs war, die leider nicht mehr so gut zu Fuß ist, habe ich mich sehr schnell gegen den Jogger entschieden.
Die Wahl zwischen einem klassischen Kinderwagen und einem Kombikinderwagen wird hingegen inzwischen immer seltener. Hier haben die Hersteller in den letzten Jahren einiges verbessert, was es noch nicht gab, als ich einkaufen war. Viele Fachleute raten auch heute noch von solchen Kombiwägen ab, deren Sportwagenausstattung lediglich mit Hilfe einer Softtragetasche umfunktioniert wird. Die Gründe dafür sind sowohl die Tatsache, dass die dicke Tasche dem Baby einiges an Platz wegnimmt, als auch die Behauptung, diese Wägen würden nicht so schön warm halten wie klassische Kinderwägen mit Decke und Kissen.
Da sind meine Erfahrungen teilweise anders. Gegen die Meinung der Fachleute habe ich mich trotzdem für einen solchen Wagen entschieden. Die Gründe dafür waren zum einen mein kleines Auto, in welchem ein klassischer Kinderwagen keinen Platz gefunden hätte, zum anderen aber auch die Feststellung, dass die Tragetasche sehr wohl schön warm ist.

Da mein Sohn im Dezember geboren wurde, war die Platzfrage im Kinderwagen für mich außerdem nicht so wichtig. Als er größer wurde, wurde es auch warm, und er konnte ohne Tragetasche und mit viel Platz in seinem Wagen liegen.
Heute fällt die Entscheidung vermutlich viel einfacher, da die meisten Kinderwägen inzwischen auch einfach mit verschiedenen Aufsätzen angeboten werden. So lassen sich dann alle Vorteile für den Nachwuchs verbinden.
Käme ich noch einmal in die Situation, einen Kinderwagen auswählen zu müssen, bin ich mir allerdings nicht sicher, wie ich mich entscheiden würde, da dafür verschiedenste Faktoren bedacht werden müssen.

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Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 26. August 2009 um 20:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemeines, Freizeit abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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