Immer wieder hört man sowohl von Ärzten als auch von Hebammen wahre Lobeshymnen auf Stillkissen, deren Wahrheitsgehalt gerade deshalb dann doch gelegentlich angezweifelt wird.
Anfangs ging es mir genauso. Was soll ich mit so einem Ding? Und warum schon lange vor der Geburt?
Erst als ich bemerkte, dass ich Nachts im Schlaf immer öfter die Bettdecke mehr als Stütze für den immer rundern werdenden Bauch denn zum zudecken benutzte, wurde ich unweigerlich wieder an die Empfehlung von Arzt und Hebamme erinnert.
Ich glaube, das war der Moment, in dem ich mich, wenn auch immer noch etwas unsicher und sehr kritisch, entschied, mir diese Stillkissen zumindest einmal näher anzusehen.
Baby-Walz: Stillkissen in riesiger Auswahl
Und was soll ich sagen, die Dinger, die auf Bildern immer sperrig, unbequem und irgendwie störend wirkten, fühlten sich im Geschäft völlig anders an.
Ich hatte zusätzlich noch Glück, und traf auf eine Verkäuferin, die sich Zeit nahm und mich ausführlich beriet. Von ihr erfuhr ich vieles, das mich vollkommen überzeugte und mich mit einem nagelneuen Stillkissen aus dem Geschäft gehen ließ.
Aus meiner Erfahrung heraus sage ich dazu ganz klar: „Ja, unbedingt!“
Je nach dem, wie schnell der Bauch wächst, gestaltet sich bequemes Schlafen schnell schwierig. Schon im 6. Monat konnte ich nur noch auf der Seite liegen, was durch das Gewicht des Bauches noch zusätzlich unbequem war.
Völlig anders war hingegen das Gefühl mit der Unterstützung des Stillkissens einzuschlafen. Total kuschelig fühlte es sich plötzlich an. Das Stillkissen unter den Bauch geschoben, und dessen Ende zwischen den Knien lag ich gar nicht mehr unbequem. Das Gewicht des Babys wurde so perfekt abgestützt und ich schlief sofort wesentlich besser.
Schon aus diesem Grund hat mich das Kissen die restliche Schwangerschaft nahezu ständig begleitet. Ob auf dem Sofa, Im Bett oder auf der Gartenliege als Nackenstütze beim lesen, mein Stillkissen ermöglichte mir überall eine bequeme Position und somit auch Entspannung, was natürlich Mama und Kind zu Gute kommt.
Selbst bei der Entbindung hatte ich das inzwischen sehr geliebte Kissen dabei. Als Stütze für Rücken und Nacken, ließ es mich sogar die Wehen leichter ertragen.
Wie der Namen schon sagt, sind Stillkissen jedoch eigentlich zum Stillen da…
Egal in welcher Position wir hierbei lagen oder saßen, mein Sohn und ich hatten es Dank Stillkissen immer bequem.
Dadurch entstand zwischen und beiden in diesen Momenten eine besonders intensive Beziehung. Ohne Kraftanstrengung gelang es uns, engen, körperlichen Kontakt zu haben, was dem Kleinen sichtlich gut tat.
Hierbei habe ich das Stillkissen in sitzender Position einfach wie ein „U“ seitlich um mich gelegt, um so den Kleinen abzustützen. Dadurch entstand der von uns beiden sehr geliebte Körperkontakt nahezu von selbst.
Stillte ich einmal, wie meist nachts, liegend, platzierte ich das Kissen einfach direkt vor mir, und ersparte mir dadurch umständliche und anstrengende Verrenkungen.
Auch später, als mein Sohn langsam sitzen wollte, war es mir eine Große Hilfe, da es ihm Halt und Stabilität bot, so lange er sein eigenes Gleichgewicht noch nicht gefunden hatte.
Und, wer hätte das gedacht, auch heute noch ist das Stillkissen in kuscheligen Stunden und beim abendlichen Vorlesen unser ständiger Begleiter, obwohl der Kleine nun schon richtig groß ist und die ersten Zahnlücken vorzeigen kann.
Eine ähnliche Geschichte hatte mir auch die Verkäuferin erzählt, welche mich beim Kauf beraten hatte. Und noch einen wichtigen Punkt hat sie angesprochen:
Die Auswahl ist natürlich auch hier riesig! Verschiedene Farben, Stoffe und Füllmaterialien bieten sowohl Vor- als auch Nachteile, und das persönliche Lieblingskissen muss jeder für sich selbst finden.
Meine Entscheidung fiel auf ein einfarbiges Stillkissen mit blauem Baumwollüberzug und Polystyrol-Füllung. Gründe dafür gab es mehrere. Zum einen gilt die Füllung als antiallergisch, zum anderen ist das Kissen schön leicht, und passt sich nahezu jeder Form schnell und perfekt an. Hierbei habe ich aber auch bewusst darauf geachtet, hochwertiges Füllmaterial zu kaufen. Da Styrol, wenn es ausgast krebserregend wirken kann, ist das besonders wichtig. Vor der Entscheidung deshalb unbedingt am Kissen riechen! Ein stechender Geruch darf nicht sein!
Als Alternativen standen mit Dinkel- und Wollfüllungen zur Auswahl, deren Nachteile jedoch aus meiner Sicht weniger leicht erkennbar sind. Zum einen können beide Materialien Allergien auslösen, zum anderen sind Stillkissen mit diesen Füllungen meist sehr schwer.
Ausschlaggebend war allerdings die Tatsache, dass sowohl Wolle als auch Dinkel nur sehr schlecht trocknen, wenn das Stillkissen einmal nass wird – und das passiert mit einem Säugling einfach öfter mal! Trocknet die Füllung jedoch nicht richtig durch, oder dringt beispielsweise Milch ein, bildet sich schnell unsichtbarer Schimmel im inneren, der eine unsichtbare Gefahr für den Nachwuchs darstellt, ohne Mamas die Möglichkeit zu geben, etwas dagegen zu tun!
Auf Grund meiner Erfahrungen kann ich jeder werdenden Mami nur empfehlen, ein Stillkissen zu kaufen. Das richtige ist dabei immer das, mit dem sie sich besonders wohl fühlt. Ein kurzer Test im Laden ist deshalb auf jeden Fall angebracht.
Während der Schwangerschaft (mit meinem mittlerweile 21-monatigem Sohn) hatte mein Mann mir ein Stillkissen mitgebracht und es ist seitdem im Einsatz.
Während der Schwangerschaft hätte ich ohne gar nicht schlafen können.
). Dafür war das Kissen als Wegrollsperre praktisch oder als Unterstützung für den Rücken des Kleinen.
Zum stillen fand ich es weniger praktisch. Irgendwie habe ich nie eine wirklich bequeme Position gefunden und habe danach einfach nur noch im Liegen gestillt. (Da kann man Nachts wenigstens weiterschlafen…
Es liegt heute immer noch im Bett und wird auch nicht mehr hergegeben. Vielleicht kriegt der Kleine irgendwann ein Eigenes für die Kuschelecke.
Stillkissen sind in der Schwangerschaft und der Geburtsvorberitung nicht mehr wegzudenken.Auch während der Geburt sehr hilfreich zum entspannen.
Mein ultimativer Geschenktipp für werdende Mamas in meinem Freundeskreis