Puzzles gibt es viele verschiedene. Diese Erfahrung hat vermutlich jeder schon einmal gemacht. Welches Puzzle ist jedoch wann das richtige? Ist hier einzig das Alter des Kindes ausschlaggebend, oder sollte beim Puzzlekauf auch noch auf andere Dinge geachtet werden?
Wer in den Spielwarenladen geht, wird schnell merken, dass Puzzle kaufen gar nicht so einfach ist, wie dies im ersten Moment klingt. Da gibt es verschiedenste Modelle, unterschiedliche Formen, mal mehr und mal weniger Teile aber auch verschiedene Materialien. Und schon lange sind Puzzles nicht mehr einfach nur eben!
Puzzles für Kleinkinder
Auf der Suche nach einem geeigneten Puzzle für Kleinkinder ist die Entscheidung oft noch sehr einfach. Meist wählt man hier Steckpuzzles aus Holz, deren Figuren sich leicht nach Junge und Mädchen unterscheiden lassen. Da stehen Züge und Autos bereit, aber auch Feen und Puppen oder Küchenutensilien, die sich gleichmäßig auf der Holzform verteilen und für den Erwachsenen ganz leicht zuzuordnen sind. Die Kleinen stellen sie allerdings trotzdem vor einige Schwierigkeiten, erfordern sie doch nicht nur die Erkennung der Formen, sondern gleichzeitig auch einiges motorisches Geschick, wenn die einzelnen Figuren in die passende Form gelegt werden müssen. Am interessantesten sind diese Puzzles deshalb immer dann, wenn die Bilder der Figuren Dinge zeigen, die das Kind auch im Alltag interessieren. Da ist ein Bagger genauso gut wie die Fee oder ein Marienkäfer.
Wenn die Kleinen etwas größer werden
Schon im Alter von etwa zwei Jahren hat mein Sohn die ersten Puzzles mit richtigen Teilen bekommen, die ihn motorisch vor neue Herausforderungen gestellt haben, aber auch seiner Vorstellungskraft einiges abverlangten. Anfangs haben wir hier nur Bilder genutzt, die aus zwei oder drei Teilen bestanden – später waren das dann auch schon mal fünf oder sechs Teile, die zu einem Bild zusammengesetzt werden mussten. Er war immer begeistert, brauchte aber unbedingt eine optische Vorlage, um sich in dem Spiel zurecht zu finden.
Puzzles für dreijährige
Schon mit drei Jahren können Kinder durchaus Puzzles mit mehreren Teilen lösen. Hier sind Motive mit 12 oder 24 Teilen sinnvoll, welche aus großen Einzelteilen zusammengesetzt werden. Und auch in diesem Alter ist es noch wichtig, den Kindern Motive anzubieten, die sie auch tatsächlich interessieren, sonst schwindet die Lust am puzzlen ebenso schnell, wie wenn die Kleinen bei ihren ersten Versuchen keine Hilfe von Eltern oder größeren Geschwistern erfahren. Klappt es auf Anhieb nicht, sind Kinder schnell frustriert.
Große Bilder, neue Formen – ab wann wird es richtig interessant?
Die Altersempfehlungen auf den Verpackungen der Puzzles müssen bei weitem nicht immer stimmen! Auch fünfjährige können unter Umständen schon Puzzles mit 100 oder mehr Teilen zusammensetzen, wenn sie generell Spaß am Puzzle haben, und das Motiv ihre Interessen trifft. Vor allem für logisches Denken und motorische Entwicklung sind Puzzles in diesem Fall sehr gut. Aber auch Kinder, die mit weniger Teilen schon ihre Herausforderung gefunden haben, sollten keinesfalls angetrieben werden! Wie in allen Bereichen ist es auch hier wichtig, die individuelle Entwicklung des einzelnen Kindes zu beachten.
Echte Puzzlefans freuen sich zudem auch riesig darüber, wenn das geliebte Spielzeug andere Formen annimmt und plötzlich als Ball oder Herz daher kommt. Wirklich schwieriger ist auch solche ein Puzzle nicht – nur Anfangs etwas ungewohnt auf Grund der Form.
Ich finde die Altersangaben auf den Puzzeln immer etwas weit hergeholt. Mein (mittlerweile 21 Monate alter) Sohn hat mit 18 Monaten die Teile von 12 verschiedenen Steckpuzzlen auf einen Haufen geworfen und in die verschiedenen Bretter gesteckt. Danach habe ich ihm normale Puzzles in Papprahmen gekauft. Erst mit 12 Teilen, dann 15, 17, 20.
Jedes Mal, wenn er ein Puzzle geschafft hat, hat er ein Schwierigeres bekommen. Mittlerweile legt er 20 Teile-Puzzle auch ohne Rahmen und 30 Teile-Puzzle mit Rahmen.
Bei 35 oder 38 Teilen im Rahmen muss ich ihm noch helfen.
Der Kleine puzzelt sehr gern und viel (und daher wohl auch der Fortschritt). Hätte ich ihm die Puzzle nach Altersangaben gegeben hätte ich seine Vorliebe aber wohl erst sehr viel später rausgefunden.
Die Puzzle kaufen wir auf dem Flohmarkt, so dass er andauernd Nachschub bekommt und sich nicht langweilen muss^^
Puzzles, fördern die Kreativität, egal ob alt oder jung. Passend fürd Alter sollten diese meiner Meinung nach schon sein!
Im guten Fachhandel wird man auch sehr gut beraten.